(Hinweis: Viele meinen mit „Afiniti“ eigentlich Affiliate – also Provisions-/Partner-Marketing. In diesem Beitrag geht es um Betrugsrisiken rund um Affiliate-Modelle und um unseriöse „Coaching“-Vermarktung – und um Schutzmechanismen für seriöse Anbieter.)
TL; DR
Affiliate-Marketing und Coaching sind an sich legitime Geschäftsmodelle. Genau deshalb werden sie leider auch missbraucht: durch Tracking-Manipulation, Fake-Leads, Provisionsbetrug, Lockangebote, psychologischen Verkaufsdruck oder irreführende Versprechen. Verbraucher und Unternehmen stehen dann oft vor derselben Frage: War das „nur“ schlechtes Marketing – oder bereits Betrug?
Wenn der Verdacht im Raum steht, helfen wir mit gerichtsfester Dokumentation, OSINT-Recherche, Digitalforensik-Unterstützung, Hintergrundchecks, Beweisplanung und – falls nötig – Observation/Ermittlungen.
Warum diese Bereiche so anfällig sind
Affiliate-Modelle arbeiten mit Provisionen und Tracking. Coaching-Funnel arbeiten oft mit emotionalen Triggern, Social Proof und Zeitdruck. Beides kann seriös sein – beides kann aber auch gezielt ausgenutzt werden.
Affiliate Fraud beschreibt dabei manipulative Methoden, um unberechtigte Provisionen zu kassieren (z. B. durch künstlich erzeugte Leads/Klicks).
In der Coaching-Welt warnen Verbraucherschützer und Medien u. a. vor Kostenfallen, Zielverschiebung („…und jetzt wirst du selbst Coach“) und Drucksituationen in Verkaufsevents.
Die zwei Perspektiven: Wer kann Opfer sein – und wer wird zu Unrecht verdächtigt?
1) Perspektive Unternehmen (Advertiser/Merchants/Plattformbetreiber)
Typische Schäden
- Budget verbrennt, aber keine echten Kunden (nur „Leads“ ohne Wert)
- Rücklastschriften, Chargebacks, Stornos, Support-Chaos
- Markenschaden durch aggressive/irreführende Partnerwerbung
Typische Betrugsformen im Affiliate-Umfeld (Beispiele)
- Fake-Leads / Fake-Signups (Bots, Wegwerf-Daten, Incentive-Traffic ohne Qualität)
- Tracking-Manipulation und Provisionserschleichung (verschiedene Tricks rund ums Attribution-/Tracking-System)
- „Coach-zu-Coach“-Funnel, bei dem das eigentliche Produkt der Verkauf des nächsten Programms ist (muss nicht illegal sein – kann aber bei Täuschung/Irreführung relevant werden).
Wichtig: Nicht jeder schlechte Lead ist Betrug. Es gibt legitime Gründe: falsche Zielgruppe, schlechtes Angebot, schwache Landingpage, saisonale Effekte.
2) Perspektive seriöse Affiliates & Coaches (die selbst betroffen sind)
Auch die „Guten“ leiden:
- Sie werden pauschal als Abzocke abgestempelt
- Netzwerke kürzen Provisionen, weil „Fraud-Angst“
- Wettbewerber nutzen Dirty-Tricks und verdrängen ehrliche Anbieter
Seriöse Anbieter erkennt man häufig daran, dass sie:
- Ergebnisse nicht garantieren, sondern Rahmenbedingungen erklären
- Verträge/Leistungen klar darstellen, keine Nebelkerzen
- messbare, nachvollziehbare Prozesse zeigen (statt „Geheimformel“)
- faire Widerrufs-/Storno-Prozesse und saubere Rechnungslegung haben
Red Flags: Warnsignale im Affiliate- und Coaching-Kontext
A) Affiliate-Marketing: auffällige Muster
- Leads/Bestellungen in unplausiblen Wellen (z. B. nachts, immer gleiche Zeitfenster)
- Viele Registrierungen, aber kaum Aktivität danach
- Wiederkehrende gleiche IP-Bereiche, Gerätefingerprints, identische Datenmuster
- Ungewöhnlich hohe Quote an ungültigen Telefonnummern/Emails
- Trafficquellen, die nicht zum Deal passen (z. B. „Premium-Produkt“ aus reinen Incentive-Portalen)
B) Coaching-Szene: typische Druck- und Täuschungsmuster
- Kostenlose Termine als Lockangebot → danach Event mit massivem Abschlussdruck
- „Nur heute“, „nur 5 Plätze“, „sonst verpasst du dein Leben“ (künstlicher Zeitdruck)
- Unklare Leistungsbeschreibung, dafür extreme Versprechen („garantiert 10k/Monat“)
- Zielverschiebung im Prozess (erst Achtsamkeit, dann „werde selbst Coach“ – natürlich kostenpflichtig)
- Verschleierte Firmenstrukturen, wechselnde Marken, immer neue Domains
Was du tun kannst – bevor du Geld verlierst (oder bevor du jemanden beschuldigst)
Für Unternehmen: Prävention & Kontrolle
- Partner-/Publisher-Due-Diligence (wer steckt wirklich dahinter?)
- Tracking-Hygiene: klare Attribution-Regeln, Monitoring, auffällige Quellen sperren
- Vertragliche Fraud-Klauseln + saubere Beweisdefinition (was ist „ungültig“?)
- Interne Fraud-Signals: Mustererkennung, Plausibilitätsprüfungen
- Eskalationsplan: Stop – Freeze – Audit – Beweise sichern – juristisch bewerten
Für Verbraucher/Kunden: Selbstschutz
- Alles dokumentieren: Landingpages, Aussagen, Preisangaben, Screenshots, Chats
- Bei Druck: 24-Stunden-Regel (niemals im Hochdruck unterschreiben/bezahlen)
- Im Zweifel prüfen, was Verbraucherstellen zu typischen Kostenfallen raten
Wenn ein Betrugsverdacht besteht: So helfen wir als Detektei Detegere
Bei Verdacht zählt nicht das Bauchgefühl, sondern Beweisqualität. Unser Ansatz ist typischerweise:
1) Beweisplan & Hypothesen
- Was genau ist der Vorwurf? (Täuschung? Provision erschlichen? Fake-Leads? Identitätsmissbrauch?)
- Welche Beweise braucht es für Anwalt/Versicherung/Gericht?
2) OSINT & Hintergrundermittlungen
- Unternehmens-/Personenstrukturen, Domains, Verflechtungen, Alias-Spuren
- Historie von Marken, Reviews, Funnel-Änderungen, Auftrittswechsel
3) Digitale Beweissicherung (gerichtsfest dokumentiert)
- lückenlose Screenshot-/Web-Dokumentation (Zeitstempel, Hash-Werte/Protokolle nach Bedarf)
- Sammlung und Strukturierung von Kommunikations- und Zahlungsbelegen
- Plausibilitätsanalyse von Lead-Listen/CRM-Daten (Auffälligkeiten, Muster, Dubletten)
4) Operative Ermittlungen (wenn erforderlich)
- Identitäts-/Adressermittlung, Zustellfähigkeiten, Umfeldrecherche
- Observationen nur dort, wo sie sinnvoll, verhältnismäßig und rechtlich sauber sind
Ergebnis: Ein belastbarer, sauberer Ermittlungsbericht, der deinem Anwalt die Arbeit erleichtert – und dir Klarheit gibt: lohnt sich ein Vorgehen, oder war es „nur“ schlechtes Business?
Häufige Fragen (FAQ)
Ist jeder aggressive Funnel schon Betrug?
Nein. Aggressives Marketing ist nicht automatisch illegal. Entscheidend ist, ob getäuscht, wesentlich irregeführt oder mit falschen Tatsachen gearbeitet wird – und ob daraus ein Vermögensschaden entsteht.
Wie unterscheide ich „schlechte Leads“ von Provisionsbetrug?
Über Muster, Datenkonsistenz, Quellenanalyse und Dokumentation – nicht über Einzelfälle. Affiliate Fraud zielt oft darauf, Tracking/Provisionen auszunutzen.
Warum ist schnelle Beweissicherung so wichtig?
Weil Webseiten, Ads, Stories, Domains und Zahlungswege sich schnell ändern. Wer spät sichert, sichert oft nur noch „Rauch“.
Call to Action
Wenn du den Verdacht hast, dass in deinem Affiliate-Programm manipuliert wird – oder dass ein Coaching-Anbieter mit Täuschung, Druck oder falschen Versprechen arbeitet – melde dich bei uns.
Wir liefern Klarheit. Und wenn nötig: Beweise.
Bild: KI




